In dem Kohlert, auf der Höh'
wohnt der Kater Babbüläh,
Gudruns allerliebstes Tier.
Was er macht, das liest man hier.
Bäbbüläh ist Gudruns Glück,
auch wenn er guckt mit Silberblick
und ist im Schwanze auch ein Knick,
was soll's? Er ist ihr bestes Stück!
Morgens, kaum ist Gudrun munter
und hangelt sich die Treppe runter,
steht der Bäbbü griffbereit,
denn jetzt ist Herzles-Fütterzeit!
Dann nimmt er ein wenig Butter
aus der lieben Hand der Mutter.
Springt dann fort in einem Satz.
„Bäbbü, bist ein Lumpenfatz!”
Kommt Gudrun von der Schule heim,
tritt erschöpft zur Türe rein,
Bäbbü schreit, er hat sie wieder!
„Kriegst ein Herzle, bist ein Lieber!”
Schon naht Oma aus der Kammer
und verkündet ihren Jammer
doch der ist dem Bäbbü wurst.
Er hat jetzt auf Raufen Lust,
schleicht sich an die Mimi ran,
springt sie dann von hinten an.
Eine Ruhe gibt's jetzt nimmi,
denn jetzt jammert auch die Mimi.
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Nachmittags. Wo ist er nur?
Von dem Kater keine Spur.
Laut erschallt es: „Bäbbüläh,
komm, jetzt gibt es Fischele!”
Aus der Fern' ein Antwortschrei.
Schon stürzt Bäbbüläh herbei
als würd' ein Blitz durch Felder fliegen.
„Mußt ein Extra-Herzle kriegen!”
Doch der Blecken's Sitzegruppe
leidet. Das ist Bäbbü schnuppe.
„Bäbbü, NEIN!!” - für ihn ist's Wind.
Er schaut rum - dann blitzgeschwind
schlägt er die Krallen in dieselben.
Fetzen fliegen. Und die gelben
Innereien quellen raus. Der Vandale
Bäbbüläh macht gern Randale!
Und wenn es mal nach hinten kracht
hat Bäbbü dich zu Fall gebracht.
Angesichts der vielen Scharten
hilft nur noch die Sperrmüllkarten.
Nachts ein Schrei durchs ganze Haus.
Der Herr des Hauses fing 'ne Maus!
Die Katzendamen sitzen stumm
um den Mini-Nimrod rum.
Ja, sie wollen mit den vielen
halblebigen Mäusen spielen.
Aber Gudrun schreit nur: „Raus!”
„Ei, pfui Deibel, noch 'ne Maus!
Jetzt entsorg' sie endlich, Klaus!"
Ach, der Gudrun größte Freude
wär zu schlafen, eng umschlungen
mit dem Kater bis zur Früh'.
Doch der springt fort, das Lumpenvieh!
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