Terminplan Labor Mikroprozessortechnik
Wintersemester 2002/3
jeweils montags 09.45 – 13.00 Uhr
07.10.
Vorlesung
14.10.
Vorlesung
21.10.
Vorlesung
28.10.
Vorlesung, Ausgabe der Softwareaufgabe
04.11.
Einführung in das TASKING-Entwicklungssystem und Bearbeitung Softwareaufgabe
11.11.
Bearbeitung der 1. Aufgabe
18.11.
Bearbeitung und Testat der 1. Aufgabe, Ausgabe der 2. Aufgabe
25.11.
Vorlesung
02.12.
Bearbeitung 2. Aufgabe
09.12. Bearbeitung 2. Aufgabe
16.12.
Bearbeitung und Testat 2. Aufgabe
13.01.
Nachholtermin
20.01.
Vorlesung
Hinweis zum Labor:
Es wird dringend empfohlen, das Vorlesungsskript und eine
eigene Diskette zur Speicherung der Programme (und ggf. des
Textes Ihrer Ausarbeitungen) zu benutzen. Das Schreiben der
Programme - und sogar das erste Testen! - kann auch
zu Hause auf eigenem Rechner (z.
B. mit DOS-Editor, WordPad oder Notepad, nicht aber mit Windows,
WORD o. ä.) erfolgen, ebenso das Ausdrucken der Listfiles und/oder
Einbinden in Ihre Ausarbeitung, die Sie mit Ihrem üblichen
Textverarbeitungsprogramm erstellen.
Als Hilfe stehen Ihnen die Anleitungen zu EDE als HTML- oder als
PDF-Dateien im
Downloadbereich
zur Verfügung:
Anleitung zu EDE als HTML-Datei (540
KB, gezipped)
Anleitung als PDF-Datei (3,5
MB)
Handbuch (1 MB)
Erläuterung aller Befehle
(384 KB)
Anleitung
zum Arbeiten mit Tasking (146 KB)
Befehlsliste des 80167
(Kurzfassung) (192 KB)
Für die Programmierung des FLASH-EPROMs eines Mikrocontroller-Kits mit
dem 80167 (alias C167) von Phytec oder SIEMENS oder Infineon benötigt
man etwas tiefer gehende Anleitung. Dann kann das Kit selbständig, d.h.
ohne PC-Verbindung die programmierte Aufgabe durchführen! Hier ist die
erforderliche Anleitung:
Flash-Programmierung des 80167
(unter Tasking) |
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Software-Aufgaben
(eine Aufgabe je Gruppe) mit dem 80C167:
Softwareaufgabe
Von einem Mikrocontroller werden in Abständen von 1 ms
Messwerte (je 8 Bit) gelesen. Wegen Streuung der Messung und
Störungen des Messsignals wird eine gleitende Mittelwertbildung
durchgeführt und dieser Wert dann weiterverarbeitet.
Folgende Verfahren sind vorzusehen:
- aus den letzten drei Messwerten wird das arithmetische
Mittel gebildet
- aus dem alten Mittelwert und dem neuen Wert wird das
arithmetische Mittel gebildet
- der letzte Messwert erhält das Gewicht 3, der vorletzte
das Gewicht 2 und der vorvorletzte das Gewicht 1 bei der
Mittelwertbildung.
Testen Sie diese Fälle an der Messreihe
6F, 73, 6D, 71, 70, B2, F0, E9, F3, EA, F0, F1, E8, F5, F6, 10,
15, 0F, 0D, 10, 0B, 14, 11
und stellen Sie die Ergebnisse grafisch dar. Welches sind die Vor-
und Nachteile der drei untersuchten Verfahren? Die Wertetabelle
ist Bestandteil des Codesegments. Die ermittelten geglätteten
Werte sind im RAM-Bereich des 80167 abzulegen.
Softwareaufgabe
Gegeben sei eine vorzeichenbehaftete 32-Bit-Dualzahl, die in
eine gepackte BCD-Zahl umzuwandeln ist. Die BCD-Zahl soll, falls
die Dualzahl negativ war, im echten Komplement vorliegen.
Die Dualzahl liegt in den Registern R1(LSBytes) und R2 (MSBytes)
vor. Schreiben Sie ein Programm, das die Wandlung durchführt und
das Ergebnis in R0 (LSW) und R1 (MSW) ablegt.
Softwareaufgabe
Die Potenzreihenentwicklung der Exponentialfunktion lautet

Errechnen Sie e-x für 0.004 £
x < 0.996 nach der angegeben Formel auf 16 duale
Nachkommastellen genau und stellen Sie fest, welche Abweichungen
Sie vom wahren Wert (= dem Taschenrechnerergebnis) erhalten.
Die Zahl x liege im Register R0 vor. Schreiben Sie ein Programm,
das die Rechnung durchführt und das Ergebnis in R1 ablegt.
Softwareaufgabe
Für eine Leistungssteuerung mit Thyristoren (beide Halbwellen
der Netzspannung werden gesteuert) wird der Zündwinkel gesucht.
Es handelt sich um einen rein ohmschen Verbraucher, d.h. Strom
und Spannung sind in Phase.
Eingabeparameter (in Register R1) ist die gewünschte Leistung
in % (0% = 00H, 100% = 100H).
Ausgabeparameter sei der Zündwinkel a
in Grad: 0° = 0, 180° = 180), der am Ende der Rechnung im
Register R1 in sedezimaler Form vorliegen soll.
Hinweise zur Bearbeitung der Aufgabe: Ermitteln Sie den
Zündwinkel nicht durch eine Formel, sondern durch ein Polynom mit
fünf Stützstellen (die erste und die letzte sind oben
beschrieben, drei weitere sind von Ihnen selbst aufgrund der
Zündwinkel-/Leistungsbeziehung bei sinusförmigem Wechselstrom zu
wählen). Durch Interpolation zwischen den beiden nächstliegenden
Stützstellen wird dann der gesuchte Winkel ermittelt. Beginnen
Sie mit Überlegungen zum Algorithmus und testen Sie diesen mit
zwei oder drei Zahlen (das kann alles zunächst mit Dezimalzahlen
gemacht werden!).
Erstellen Sie dann ein Flussdiagramm.
Testen Sie Ihr Programm mit den Zahlen 50H, 100H, 00H, 200H sowie
mindestens zwei weiteren beliebigen Zahlen, die nicht selbst
Stützstellen sind, sowie einer Zahl, die mit einer Stützstelle
identisch ist. 16 Bit genügen in jedem Fall.
Softwareaufgabe
Eine Reihe von Zahlen stehe im Speicher. Das Listenende wird
durch die Zahl 0FFFFH markiert. Beispiel:
0AH, 23H, 9AH, 7DH, FAH, E2H, 2EH, FFH, 0, 10H, 05H, 0FFFFH
Diese Zahlen sollen der Größe nach sortiert werden, und zwar:
a) als vorzeichenlose Zahlen mit aufsteigender Wertigkeit
b) als vorzeichenbehaftete Zahlen mit fallender Wertigkeit
Berechnen Sie in beiden Fällen auch den arithmetischen
Mittelwert!
Hinweise zur Bearbeitung der Aufgabe:
Beginnen Sie mit Überlegungen zum Algorithmus und testen Sie
diesen mit einigen Wörtern Ihrer Wahl. Planen Sie zunächst (eher grob) das Programm mittels
Flussdiagramm mit problemorientierten Bezeichnungen!
Ohne schriftliche Vorbereitung keine
Laborteilnahme! Unvorbereitete Teilnehmer werden am Versuchstag
nicht zugelassen. (Das gilt grundsätzlich!)
Bei erfolgreicher Abnahme ist die
vollständige Dokumentation:
(Herleitung des Algorithmus,
Anfangswerte, Besonderheiten)
Flussdiagramm (dieses darf keinerlei
Registerbezeichnungen oder Adressangaben enthalten!),
Listing (Hinweis: Schriftart Courier benutzen, da dann
Tabulatoren erhalten bleiben)
Ergebnisse und deren Diskussion
innerhalb einer Woche im Labor abzugeben. |